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Ferienwohnung selbst fotografieren: die Reihenfolge, die funktioniert
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Ferienwohnung selbst fotografieren: die Reihenfolge, die funktioniert

PIXCAPTURE Team
29. Juli 2026
Ferienwohnung & möbliert auf Zeit

Sie stehen in der Wohnung, haben eine Stunde Zeit und das Telefon in der Hand. Diese Anleitung sagt Ihnen, was Sie in welcher Reihenfolge machen – nicht, wie Sie Ihre Wohnung einrichten sollen.

Vorher: dreißig Minuten, die den Rest entscheiden

Bearbeitung repariert Licht und Farbe. Sie repariert keine Unordnung, und bei Plattformen, die vertraglich verlangen, dass Fotos den tatsächlichen Zustand zeigen, dürfen Sie Störendes auch nicht wegretuschieren.

Also vorher:

  • Alles Persönliche weg. Zahnbürste, Ladekabel, Post auf der Kommode, Wäscheständer, Mülleimer, Kaffeetasse, Fußmatte mit Spruch
  • Vorhänge und Jalousien entscheiden – und in allen Räumen gleich handhaben
  • Alle Lampen an, auch bei Tageslicht. Ein dunkler Flur wirkt sonst wie ein Loch
  • Betten machen, Kissen aufschütteln, Decken glatt ziehen
  • Handtücher frisch und gleich gefaltet in allen Bädern
  • Toilettendeckel zu. Klingt lächerlich, fällt aber auf jedem Bild auf
  • Draußen: Mülltonnen aus dem Blickfeld, Gartenmöbel aufstellen, Fahrräder weg

Wer das überspringt, fotografiert doppelt.

Der beste Zeitpunkt

Bedeckter Himmel ist besser als knallige Sonne – der Kontrast zwischen Raum und Fenster ist kleiner, und die Bilder werden ruhiger.

Sonst gilt: Räume mit Nordfenstern am Vormittag, Südräume am späten Nachmittag, Außenaufnahmen wenn die Fassade nicht im Gegenlicht steht. Wenn Sie nur einen Termin haben, richten Sie sich nach dem Hauptwohnraum und dem Außenbild – die beiden zählen am meisten.

Die Reihenfolge: der Weg durch die Wohnung

Fotografieren Sie so, wie ein Gast ankommt. Das erspart Ihnen später das Sortieren, und die Bildfolge im Inserat ergibt sich von selbst.

1. Außen. Das Haus oder der Eingangsbereich. Bei Ferienwohnungen zusätzlich die Umgebung – dazu unten mehr.

2. Der Eingang. Wohnungstür, Flur, Garderobe.

3. Der Flur als Verbindung. Eine Aufnahme, auf der mehrere Türen zu sehen sind. Dieses Bild macht fast niemand, und es ist der Grund, warum ein Gast die Wohnung versteht statt nur einzelne Räume zu sehen.

4. Der Hauptwohnraum. Aus einer Ecke, so dass möglichst viel Raum sichtbar ist. Danach eine zweite Perspektive aus der gegenüberliegenden Ecke.

5. Der Blick zwischen den Räumen. Vom Wohnbereich durch die offene Tür in die Küche, oder umgekehrt. Zwei Räume in einem Bild.

6. Die Küche. Erst als Ganzes, dann die Ausstattung einzeln.

7. Jedes Schlafzimmer. Einzeln, mit allen Schlafplätzen im Bild.

8. Jedes Bad. Einzeln, auch das Gäste-WC.

9. Balkon, Terrasse, Garten. Mit Sitzmöglichkeit, nicht leer.

10. Nebenräume. Waschmaschine, Abstellraum, Stellplatz.

11. Die Umgebung. Zum Schluss, aber nicht optional.

Was beim Fotografieren zählt

Keine festen Winkel – die passen ohnehin nicht auf jeden Grundriss. Zwei Prüffragen pro Bild:

Versteht man den Raum? Wenn das Bild nur eine Ecke zeigt, fehlt die Totale.

Weiß man, wo der Raum liegt? Wenn nicht, fehlt ein Verbindungsbild.

Dazu vier Handgriffe, die immer gelten:

  • Gitterlinien einschalten und das Telefon senkrecht halten, nicht gekippt. Das ist der wichtigste Einzelpunkt – schiefe Aufnahmen kosten beim Geraderücken Bildfläche.
  • Querformat. Alle Buchungsportale bauen ihre Galerien horizontal.
  • Aus der Raumecke, nicht frontal auf eine Wand.
  • Auf Brusthöhe, nicht auf Augenhöhe.
  • Kein Blitz. Lieber etwas zu dunkel aufnehmen und später aufhellen.

Die Umgebung gehört dazu

Der häufigste Fehler bei Ferienwohnungen ist, nur die Wohnung zu zeigen.

Was jemand bucht, ist nicht die Wohnung. Es ist ein Aufenthalt an einem Ort, den er nicht kennt. Wer für zwei Wochen oder drei Monate kommt, will wissen: Wo kaufe ich ein? Wo ist der Bäcker? Kann ich hier laufen gehen? Wo sitzt man abends?

Das lässt sich zeigen:

  • Supermarkt und Bäcker, mit Gehweg und Entfernungsangabe
  • Der Blick aus der Haustür in die Straße
  • Ein Park, eine Laufstrecke, ein Weg am Wasser
  • Das Café oder Restaurant, das Sie selbst empfehlen würden
  • Bei längeren Aufenthalten: Wo steht das Auto?

Der Blick in die eigene Straße wird fast nie fotografiert, weil er unspektakulär ist. Wer eine ruhige Wohnstraße hat, verschenkt sie damit. Zwei gleich teure Wohnungen mit gleichen Bildern – die eine hat den Supermarkt um die Ecke, die andere nicht, und niemand kann es sehen. Dann entscheidet der Zufall.

Die Gästemappe fotografieren

Wenn Sie eine führen: aufgeschlagen, an einer Stelle mit handschriftlichen Zeilen.

Handschrift ist der Echtheitsnachweis. Eine getippte Liste kann abgeschrieben sein. „Nicht der Italiener an der Ecke – der drei Straßen weiter ist gut" kann nur von jemandem stammen, der beide kennt. Dass darin etwas ausgeschlossen wird, macht sie glaubwürdiger als jede Liste, auf der alles gleich gut ist.

Ob die Schrift im Foto lesbar ist, spielt kaum eine Rolle. Dass von Hand geschrieben wurde, sieht man auch unscharf.

Wie viele Bilder

Rechnen Sie mit 25 bis 30. Booking gibt an, dass Gäste mindestens 24 Fotos pro Unterkunft erwarten; bei Wunderflats gelten Inserate ab 20 Fotos als besonders erfolgreich. Die offiziellen Mindestangaben von zehn beschreiben, was zulässig ist – nicht, was funktioniert.

Fotografieren Sie mehr, als Sie brauchen. Speicher kostet nichts, ein zweiter Termin schon.

Die konkreten Auflösungs- und Formatvorgaben der einzelnen Portale stehen in unserem Beitrag zu den Portalanforderungen.


Häufige Fragen

Wie lange brauche ich für eine Wohnung? Dreißig Minuten Vorbereitung, dreißig bis sechzig Minuten Fotografieren.

Möbliert oder leer fotografieren? Möbliert. Bei Ferienwohnungen ist die Ausstattung Teil des Angebots – ein leerer Raum beantwortet keine Frage.

Soll ich mit Stativ arbeiten? Für normale Tageslichtaufnahmen nicht nötig. Für dunkle Räume, Belichtungsreihen und Abendaufnahmen außen ja. Ein kleines Klemmstativ genügt.

Was mache ich, wenn ein Zimmer sehr klein ist? Aus der Türöffnung fotografieren und den Raum vollständig zeigen, auch wenn er klein wirkt. Ein geschöntes Bild führt zu einer schlechten Bewertung.

Muss ich die Bilder erneuern? Sobald sich etwas ändert – neue Möbel, Renovierung, andere Ausstattung. Bei manchen Plattformen ist das vertraglich verlangt.